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[Home] - [Magazin] - Internet für Firmen

Nur noch jedes fünfzigste Unternehmen leistet sich den Luxus, komplett offline - also ohne Internetanschluss und E-Mail-Nutzung - zu sein. Dabei rechnen 84 Prozent der Unternehmen, dass sich die Kosten für den Internet-Auftritt innerhalb der ersten zwei Jahre rechnen.

Das hat das Marktforschungsinstitut TechConsult im Auftrag von IBM und dem Wirschaftsmagazin 'Impulse' bei der Befragung von 1.008 mittelständischen Firmenchefs mit bis zu 1.000 Mitarbeitern ermittelt. Die Mehrzahl der mittelständischen Unternehmen in Deutschland kann auf das Internet nicht mehr verzichten. Demnach sind 84 Prozent der Unternehmen zumindest mit einer eigenen Homepage im Internet präsent. Zwei Jahre zuvor waren es erst 70 Prozent. Nur noch jedes fünfzigste Unternehmen leistet sich den Luxus, komplett offline - also ohne Internetanschluss und E-Mail-Nutzung - zu sein.

Hingegen legt die Zahl der Mittelständler, die echte Geschäfte über das Netz abwickeln, weiter zu: 40 Prozent der im Internet aktiven Firmen handeln online, tauschen digital Daten mit Geschäftspartnern aus oder steuern Geschäftsabläufe über das Netz. Damit steigt die Zahl der Betriebe, die E-Business betreiben, um fünf Prozentpunkte gegenüber 2002. Der doch noch relativ geringe Prozentsatz dieser Erfolge liegt an den teilweise noch schlecht umgesetzten Internet-Auftritte. Selbst das Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit spricht sich deshalb dafür aus, für "einen ersten Internetauftritt oder eine Neugestaltung der Homepage die Hilfe einer professionellen Internet-Agentur in Anspruch [zu] nehmen".

Trotz der anhaltenden Wirtschaftskrise rechnen die im E-Business aktiven Unternehmen damit, dass sich die Kosten für den Internet-Auftritt schnell rechnen. 84 Prozent der Unternehmen erwarten immerhin, dass sich ihre Web-Aktivitäten innerhalb von 24 Monaten rechnen.

Zahl der Skeptiker leicht gestiegen

Die Zahl der Skeptiker ist in diesem Jahr mit 16 Prozent (2002: 14 Prozent) leicht gestiegen: 13 Prozent der Befragten sagen, ihr Web-Engagement werde "bis auf weiteres" nicht profitabel arbeiten, nur drei Prozent akzeptieren, dass sich ihre Aktivitäten "wahrscheinlich nie" rechnen.

52 Prozent registrieren dagegen eine Stabilisierung des Umsatzes (2002: 46 Prozent). Knapp jede dritte Firma verzeichnet sogar eine Umsatzsteigerung. Man muss jedoch darauf hinweisen, dass dies von der Branche abhängig ist. Während die Dienstleister bei einer durchschnittlichen Umsatzsteigerung von 16 Prozent leicht gegenüber den Vorjahr (2002: 20 Prozent) verlieren, liegt der Handel stabil bei elf Prozent. Spitzenreiter sind aber die Industrieunternehmen: Sie berichten von einer durchschnittlichen Umsatzsteigerung von 14 Prozent, ein Jahr zuvor lag dieser Wert noch bei fünf Prozent.

Ein weiterer Vorteil: Neben den Umsatzeffekten erzielen mittelständische Unternehmer dank des Internet auch Kostenvorteile. 39 Prozent, also nahezu vier von zehn Firmen, bieten so ihren Kunden kürzere Lieferzeiten, 36 Prozent erreichen eine kostengünstigere Zahlungsabwicklung und 29 Prozent reduzieren ihre Vertriebskosten. Die Akzeptanz bei den Kunden nimmt so stark zu.

Auf die Frage, wozu das Internet im Betrieb hauptsächlich genutzt wird, nennen Firmenchefs E-Mail (98 Prozent), Darstellung der Firma (94 Prozent) und Informationsrecherche (79 Prozent) naturgemäß an vorderster Stelle. Allerdings holen die professionellen Anwendungen wie beispielsweise die Online-Beschaffung kräftig auf: 44 Prozent (2002: 38 Prozent) der im Internet aktiven Firmen kaufen Waren und Dienstleistungen via Web.

Internet-Verweigerer führen 2003 hauptsächlich Kostenargumente an

Doch selbst die zugkräftigsten Argumente für ein Engagement im E-Business kann eine kleine Zahl von Unternehmen nicht überzeugen. Die Fraktion der Internet-Verweigerer führt an erster Stelle strategische Gründe ins Feld: Mehr als die Hälfe sagen, E-Business passe nicht zum Unternehmen (53 Prozent, Vorjahr: 41 Prozent). Dabei haben sich selbst die dafür verantwortlichen Personen schon mindestens einmal im Internet über ein Produkt informiert: E-Business ist nicht nur ein elektrischer Kaufladen, vielmer ist es auch die Präsentation der eigenen Produkte und das Anbieten von Informationen hierüber. (MB)

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